Vom Talbrunnen
English Cocker Spaniel aus jagdlicher Zucht
Mitglied im Jagdspaniel-Klub e. V.

Wichtige Erziehungstipps für die ersten Wochen mit Ihrem Welpen:

Wenn Sie mit Ihrem Welpen nach langer Autofahrt zu Hause ankommen, denken Sie daran, dass alles noch sehr neu und fremd für ihn ist. Lassen Sie ihm Zeit, sich daran zu gewöhnen.

Die erste Nacht, die er nicht mit seinen Geschwistern verbringt, wird für ihn bestimmt schrecklich werden, wenn Sie ihn allein irgendwo einsperren, damit er nichts schmutzig macht.

Denken Sie daran, dass er noch nie alleine war und auch, wenn er später einmal im Flur oder in der Küche schlafen soll, nehmen Sie ihn in der Eingewöhnungszeit doch einfach mit zu sich ins Schlafzimmer.

Wenn sein Körbchen neben Ihrem Bett steht, werden Sie am ehesten merken, wenn er vielleicht hinaus möchte und außerdem wird er nicht weinen weil er sich alleine fühlt. Ich gebe jedem meiner Welpen ein Stückchen Schaffell mit, das vorher im Welpenzwinger gelegen hat und für den Kleinen deshalb nach seinem vertrauten Zwinger riecht. Wenn ihm dies mit ins Körbchen gelegt wird, so wird er sich schnell beruhigen.

Ihr Welpe wird sehr schnell stubenrein werden, wenn Sie ihm Gelegenheit geben, sein Geschäft außerhalb der Wohnung zu verrichten.

Es ist ihm angeboren, sein Lager sauber zu halten, Ihre Aufgabe ist es nur, ihm zu erklären, dass sich sein „Lager“ auch über Ihre Wohnung erstreckt.

Wenn Sie ihn also nach jeder Mahlzeit und nach dem Aufwachen (meist sucht er dann unruhig umher) hinaus bringen und ihn dann noch loben, wenn es „geklappt“ hat, so wird er nur wenige Tage benötigen, um zu begreifen, wo er sein Geschäft zu verrichten hat.

Und falls einmal ein „Malheur“ passiert ist, so ist es nur sinnvoll, den Hund zu tadeln, wenn Sie ihn dabei erwischen.

Putzen Sie seine Hinterlassenschaften weg und nehmen Sie sich vor, das nächste Mal mehr auf den Kleinen zu achten.

Und bitte: Stoßen Sie ihn niemals mit der Nase in sein Häufchen, er wird nicht begreifen, warum Sie so etwa Ekelhaftes mit ihm tun !

Ihr Welpe ist noch nicht an Halsband und Leine gewöhnt. Lassen Sie ihn deshalb zuerst zuhause das Halsband stundenweise tragen und üben Sie das Gehen an der Leine zunächst einmal im Garten, wo nichts passieren kann, wenn er eventuell rückwärts aus dem Halsband schlüpfen sollte.

Lassen Sie ihn ruhig von Anfang an beim Spaziergang frei laufen (natürlich nur da, wo keine Autos kommen können), er wird ihnen auf gar keinen Fall weglaufen, dazu ist er noch viel zu jung.

Überfordern sie ihn beim Gassigehen nicht. So lebhaft und ausdauernd ein erwachsener Cocker ist, einem Welpen reichen anfangs kurze Spaziergänge. Eventuell ist es besser, sie fahren anfangs mit dem Auto hinaus, so dass er nicht erst noch an der Leine durch den Ort gehen muss.

Jeder verantwortungsvolle Züchter wird sich bemühen, seinen Welpen ein richtiges Sozialverhalten zu vermitteln. Jetzt, wo er bei Ihnen lebt, bekommt er immer engeren Kontakt zu seinen Menschen, was für seine Entwicklung äußerst wichtig ist. Aber für ein richtiges Sozialverhalten ist es auch wichtig, dass Ihr Welpe weiterhin viel Kontakt zu anderen Hunden hat. Lassen Sie ihn mit gutartigen erwachsenen Hunden spielen und nehmen Sie ihn nicht auf den Arm, selbst wenn Ihnen das Spiel zu grob vorkommt. Es ist besser, wenn in diesem Fall der Besitzer des anderen Hundes auf seinen Hund einwirkt.

Falls es Ihnen möglich ist, besuchen Sie mit Ihrem Welpen eine Welpenschule, damit er auch gleichaltrige Hunde zum Spielen hat. Bedenken Sie, dass er bisher wann immer er wollte gleichaltrige Spielgefährten hatte.

Lob und falls nötig Tadel sind Ihre wichtigsten Erziehungsmittel !

Hat sich Ihr Welpe richtig verhalten, so loben Sie Ihn, evtl. kann er auch einen kleinen Leckerbissen (zum Beispiel, wenn er auf Ihr Rufen kommt) erhalten.

Er prägt sich angenehme Dinge sehr schnell ein.

 

Bestrafen Sie Ihren Hund nicht mit Schlägen !

Er wird dadurch handscheu, ängstlich und eventuell sogar bissig. Das schlimmste jedoch – er verliert das Vertrauen zu Ihnen.

An Ihrer Tonart wird er erkennen, wenn Sie Ihn tadeln, bei wiederholten Unarten können Sie ihn am Genick anfassen (nicht hochheben !) und unter strengem „Pfui“ etwas schütteln. Dies oder auch einmal ein leichter Klaps mit einer zusammengerollten Zeitung sind Strafen, die ein Hund verstehen kann, jedoch niemals Schläge.

Überhaupt ist eine Strafe für Ihren Hund nur dann verständlich, wenn sie unmittelbar auf die „Missetat“ erfolgt.

 

Je mehr Liebe und Aufmerksamkeit Ihr Welpe von Anfang an erhält, um so klüger ist der erwachsene Hund und um so inniger und liebevoller ist das Verhältnis des Hundes zum Menschen !